Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Plastikverschmutzung in der Schweiz

17.12.2015 - Mikroplastik-Studie zum Rhein
Eine erste Bestandesaufnahme entlang des Rheins zeigt eine sehr hohe Konzentration an Mikroplastik an allen Messstellen.
 
Forscher der Universität Basel haben weltweit zum ersten Mal überhaupt einen Fluss über seine ganze Länge auf Mikroplastik untersucht. An verschiedenen Meßstellen entlang des Rheins wurden Oberflächenwasserproben entnommen und analysiert Die Studie belegte, dass in sämtliche Proben Mikroplastik gefunden wurde und zeigt die hohe Verschmutzung des Rheins und die damit verbundenen Zusammenhänge der Standorte von Kläranlagen, Industrie, Strömungsverhältnisse sowie Populationsdichte auf. Mehr...     
16.12.2015 - Das Plastikproblem beginnt an Land 
Wer meint, dass das Plastikproblem ein Problem der Küstenstaaten ist, der irrt. Die Wege des Plastiks in die Umwelt sind komplex und müssen noch besser erforscht werden. Wir wissen aber, dass die Wasserwege immer mehr Plastik und Mikroplastik transportieren.
 
Reiche Länder wie die Schweiz produzieren, importieren und konsumieren viel mehr Plastik als arme Länder. Fast alle Produkte beinhalten heute in irgeneiner Form Plastik: Verpackungen, Kosmetika, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Kleider, Spielzeug, Fahrzeuge, Gebäude. Sogar Lebensmittel wie Honig enthalten kleine Mengen von Plastik. Mehr...
21.09.2015 - Mikroplastik in Schweizer Gewässern
In einer Studie haben Forscher der ETH Lausanne erstmals verschiedene Schweizer Gewässer auf Mikroplastik untersucht. Aus dem Boden-, Neuenburger-, Genfer-, Zürich- und Brienzersee, dem Lago Maggiore, aus der Rhone sowie aus den wichtigsten Zuflüssen des Genfersees wurden Proben von der Wasseroberfläche und dem Sand von Stränden entnommen.
 
Die Studie belegt, dass Mikroplastik in allen Proben (Wasser, Strand, Fisch, Vögel) gefunden wurde. Die physischen Effekte der Plastiknahrungsaufnahme wurden nicht demonstriert aber es konnte gezeigt werden, dass Mikroplastik Schadstoffe und Plastikzusätze bindet und diese so ihren Weg in die Nahrungskette finden können. Mehr...